DIE LYRIK

Ich heiße Lena Berezina, bin 46.
Die letzten 4 Jahre lebe ich in Georgien. Zusammen mit Tinatin Mzhavanadze haben wir ein Reisebüro gegründet, das zu einem Treffpunkt von Freunden geworden ist. Unsere Touristen kehren zu uns zurück, werden zu Freunden. Hier ein Link: https://www.facebook.com/groups/TbiliClub/
Bei mir leben fünf Hunde und zwei Kater. Die gütige Hütehündin Busja kam mit mir aus Moskau. Chwanzala, Mengir, Fanja und Gandsi habe ich auf der Straße aufgesammelt. Der Katerpatriarch Mamai kam mit mir aus Piter (Sankt-Petersburg), der Fürst Wasso Nadiradze („Frechdachs“) kam unter dem Zaun heraus. Ich berichte viel darüber auf meiner Facebook-Seite https://www.facebook.com/leberezina
ÜBER DIE REALITÄT
Herrenlose Hunde in Georgien benötigen Hilfe. Leider sieht man es hier auf dem Lande wie wahrscheinlich überall in der Welt eher pragmatisch. Kaum einer wird einen Hund füttern, der wer weiß woher kommt. Abhandengekommene und auf der Straße geborene Hunde bilden kleine Gruppen unweit von Tankstellen, Cafés, einfach am Autobahnrand. Da besteht noch die Möglichkeit, ein Stück Brot von vorbeifahrenden Menschen zu bekommen. In Georgien kümmern sich zwar Viele um die Rettung von Tieren, die Kräfte reichen aber offensichtlich noch nicht. Und wenn man in Großstädten wie Tbilisi, Batumi noch relativ gut genährte Hunde trifft, die an den Ohren gelbe Marken als Chip- und Sterilisationskennzeichnung tragen, so streunen in sonstigen Landesteilen Krüppel und Abgemagerte umher. Sie kommen auf die Menschen zu, erwarten Hilfe. So ticken die Hunde eben. Sie erwarten Hilfe vom Menschen. Das was ich empfinde, wenn ich diesen abgemagerten orientierungslosen Wesen in die Augen schaue, ist eine tiefe Scham.
Ich besitze kein Wohneigentum. Ich kann nicht noch mehr Tiere in ein gemietetes Haus aufnehmen. Ich kann die Tiere nur füttern, wenn ich ihnen zufällig begegne. Das tue ich auch. So kam es zu einer Idee.

ÜBER DIE IDEE

Existierende Tierheime lösen das Problem nicht. Die Hunde werden dort immer mehr. Auch da sind sie herrenlos, die Freiheit wird ihnen jedoch entzogen. Die Vermittlung solcher Hunde ins Ausland ist schwierig. Die Bürokratie zögert den Prozess mehrere Monate hinaus. Nicht alle sind bereit, ausgewachsene Hunde aufzunehmen und auf deren Ankunft über ein halbes Jahr lang zu warten.
Mit Sicherheit wird auch unsere Idee das Problem nicht lösen. Wir sind Realisten. Aber wenn zumindest jemand geholfen werden kann, muss man das tun. Einfach weil wir es können.
Ein mobiler Hunderettungsdienst. Dafür brauchen wir einen Wagen, ausgestattet  wie menschlicher Rettungsdienst, Futter, Medikamente, Ausrüstung für laparoskopische Sterilisation. Darüber hinaus eine eigene Basis zur Unterbringung freiwilliger Helfer, Lagerung von Medikamenten, Ausrüstung, Einrichtung von Quarantäne für kranke Hunde.
Mit diesen Ressourcen kann man vor Ort Hilfe leisten. Wo die Hunde sich aufhalten, ist bekannt. Das sind Tankstellen, Raststätten etc. Die Hunde kommen zu den Menschen raus. In Ausnahmefällen wird es nötig sein, verletzte Tiere zur Therapie mitzunehmen. Sollten sich Besitzer wieder auffinden, kann man von echtem Glück reden. Wenn nicht, werden die Hunde wieder da ausgesetzt, wo sie vorher gelebt haben, und sie werden weiter betreut.

ÜBER DIE MISSION
Ich habe lange nach einer schönen Beschreibung für die Mission, die Ziele sowie die Begründung gesucht. Dann habe ich mich für eine kurze und ehrliche Fassung entschieden: Lebewesen sollen keinen Schmerz und Hunger leiden. Hunde sind Lebewesen. Das ist die Mission.
WAS FÜR DEN ANFANG NOTWENDIG IST
Ein Haus außerhalb. Hunde bellen und gehen den Nachbarn auf den Nerv. Man möge Konflikten aus dem Weg gehen.
Ein Wagen für die „Hundeambullanz“.
Futter sowie Medikamente u.a. Wurmkuren.

ÜBER DIE WEITERENTWICKLUNG
Als ich meine Idee in Worte fasste, wurden mir die Türen vom Universum geöffnet und ich wurde überschüttet.
Riesenunterstützung kam von Freunden und unseren Touristen, die mittlerweile auch schon zu Freunden geworden sind.
Als erster schickte mir mein Sohn Geld mit folgender Nachricht: „Mama, mach Lack!“
Danach kamen Überweisungen mit all den guten Worten.
Binnen drei Tagen kamen über zwei Tausend US-Dollar zusammen, wir fanden ein passendes Haus zum Kauf auf Ratenbasis. An einem fast menschenleeren Ort, dennoch nicht weit von Tbilisi und tierärztlicher Unterstützung.
Es hat sich sogar ein Auto gefunden, womit wir in der ersten Zeit dieses Haus erreichen könnten.
Tatkräftige Hilfe unserer Reiseclubfreunde, die an unseren Reisen teilgenommen hatten, hat miich überwältigt und die Grenzen meines Bewusstseins erweitert.

WAS JETZT GESCHIEHT UND VON WELCHEN AUSGABEN NUN DIE REDE IST
Wir lassen eine nichtkommerzielle Organisation registrieren „Dog´s ambulance. Homeless dog´s help club“. Anscheinend ist ein Club unsere präferierte Daseinsform.
Die Kaution für das Haus ist hinterlegt. Das Grundstück liegt am Rande einer Wochenendhaussiedlung. Hinter dem Haus liegen Felder und es gibt rundum einen weiten Ausblick. Dort gibt es kein Breitband-Internet, dafür nur mobiles Internet, Wasser und Strom. Das Haus kostet 10 Tausend Dollar. Für anfängliche Baumaßnahmen, Beschaffung von Holz für den Winter sowie Hundezwinger werden zusätzlich ca. fünf Tausend US-Dollar benötigt.
Ein Wagen für die mobile Hundeambulanz werden durchschnittlich weitere fünf Tausend US-Dollar benötigt. Über die Ausrüstung für den Rettungswagen reden wir gesondert mit den Tierärzten.
Somit bräuchten wir aktuell 20 Tausend US-Dollar.
Wir selbst werden auch unser eigenes Geld investieren. Die Hälfte der Summe für das Haus müssen wir bis Anfang Juli zusammenkriegen. Es wäre schön, solange es noch warm ist, das Minimum an Renovierungsarbeiten durchzuführen und mit der Arbeit anzufangen.

WAS WIRD DAS WERDEN
Eine Basis für „Dog´s ambulance“, ein Ort, wo die freiwilligen Helfer untergebracht werden können. Es gibt bereits Viele, die losfahren würden, um uns zu unterstützen.
Es wird ein Haus sein für mich, für diejenigen, die jetzt schon bei mir sind. Ein Haus für einen kranken Hund oder einen Welpen, denen ich noch begegnen werde.
Sollten wir mal reich werden, bauen wir die Mansarde um und dann laden alle unsere Reisefreunde des Tbiliclubs ein. Es wird eine Bibliothek geben mit Robinson Crusoe und Mummi Troll.
Wir haben jetzt schon Mitstreiter, Spender, potentielle freiwillige Unterstützer.
Mit uns arbeiten hervorragende Tierärzte zusammen.

DAS WAR´S
Wenn uns jemand unterstützen möchte, kann dies über PayPal tbiliclub@gmail.com erfolgen.
Rubelkonto bei der ALFA-Bank 5211-7826-6644-9829
Konto bei der Bank Georgien GE39BG0000000865495800 Kontoinhaber Elena Artemeva